Villa ten Hompel

Im Rah­men eines Dritt­mit­tel­pro­jek­tes der FH Müns­ter / Fach­be­reich Design ent­stand 2000/2001 die Dau­er­aus­stel­lung "Im Auf­trag" in der Villa ten Hom­pel zu Müns­ter. Thema der Aus­stel­lung sind die Ver­bre­chen der soge­nann­ten "grü­nen Poli­zei" zwi­schen 1936 und 1945. Von Müns­ter aus wur­den direkt aus dem Haupt­quar­tier der Ord­nungs­po­li­zei her­aus Befehle zur Ent­eig­nung, Depor­ta­tion und Ermor­dung von Juden erteilt.

Inner­halb der Arbeits­gruppe ent­wi­ckel­ten und bau­ten wir als Pro­dukt­de­si­gner sämt­li­che Aus­stel­lungs­mö­bel sowie Com­pu­ter­ter­mi­nals für mul­ti­me­dia­les Begleit­ma­te­rial. Wir waren betei­ligt an der Kon­zep­ti­ons­ar­beit zur Aus­stel­lung sowie am Ent­wurf und der Aus­füh­rung von Infor­ma­ti­ons­dis­plays und Wandtafeln.

Unter der Betreu­ung von Prof. Nor­bert Nowotsch und Prof. Jörg Heyde­mann (beide FH Müns­ter Fach­be­reich Design) sowie Man­fred Hen­driks (SNT Media), in Zusam­men­ar­beit mit den Wis­sen­schaft­lern Dr. Alfons Kenk­mann, Chris­toph Spie­ker und Mar­tin Hölzl (Villa ten Hom­pel) ent­wi­ckel­ten wir mit unse­ren Komi­li­to­nen Sabina Domi­nik und Roland Freise in mehr­mo­na­ti­ger Arbeit das Gesamt­kon­zept der Aus­stel­lung und setz­ten es anschlies­send um.

Zur Eröff­nung im Früh­jahr 2001 kamen der dama­lige Vor­sit­zende des Zen­tral­rats der Juden in Deutsch­land, Paul Spie­gel sowie der dama­lige Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Nordrhein-Westfalen, Wolf­gang Cle­ment. Die Aus­stel­lung erwarb sich gerade auch im zeit­li­chen Umfeld der Dis­kus­sio­nen um die Wehr­machts­aus­stel­lung und durch die inhalt­lich sowie tech­nisch her­aus­ra­gende Prä­sen­ta­tion eine grosse Bedeu­tung unter den Zeit­ge­schicht­li­chen Exhi­bi­tio­nen in Europa.

Kunde: Stadt Müns­ter
Unit: Pro­dukt­de­sign, Gra­fik­de­sign
Ver­öf­fent­licht: ja
Links:
Villa ten Hom­pel - offi­zi­elle Web­site
Aus­stel­lungs­re­zen­sion
Rezen­sion (PDF)

23 Aus­stel­lung­mö­bel
(Ter­mi­nals, Präsentationstische, Vitrinen) wur­den von uns ent­wor­fen und eigen­hän­dig gefer­tigt. Die Ter­mi­nals sind durch den Ein­satz von Auto- Trocken-Batterien für 12 Stun­den unab­hän­gig vom Strom­netz und wer­den über Nacht wie­der aufgeladen.

Tags: , , , ,